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Humanevolution im Biologie Leistungskurs: Australopithecus sediba Skelette revolutionieren das Bild der Menschwerdung

Australopithecus sediba University of the Witwatersrand / Brett Eloff / Lee Berger

Jaja, die Humanevolution gleicht einem riesigen Puzzle. Stück für Stück kommen neue Puzzleteile hinzu und vervollständigen das Bild unserer Menschwerdung.

Das nun präsentierte Puzzleteil ist für Humanevolutiosforscher ein ganz  besonderes.

Die gefundenen Skelette ermöglichen den Wissenschaftlern einen beispiellosen Blick in die Evolution des Menschen. Kaum ein anderes Skelett ist ist so vollständig und so hervorragend fossilisiert. Doch vor allem das Alter der Skelette begeistert die Forscher.

Der Fund stammt nämlich aus der Zeit (vor 1,8 – 2 Millionen Jahren), in der sich unsere Linie von denen der Menschenaffen trennte. Bis zu diesem Fund wurden nur vereinzelte Knochen aus dieser Ära gefunden.

Australopithecus sediba (= Hier Video dazu anschauen) zeigt Merkmale eines Übergangwesens: kein Affe mehr – aber auch noch kein Mensch.

Eine weitere Sensation ist das durch die stärkste Röntgenquelle der Welt (Synchrotron in Grenoble) sichtbar gemachte Denkorgan des Australopithecus. Die Untersuchung bestätigt die Anbahnung des folgenreichen Umbaus des Gehirns und bringt eine weitere Theorie der Humanevolution ins Wanken!

Und zwar: Den Zusammenhang zwischen Kopfgröße und Beschaffenheit des Beckens.

Der Schädel von Australopithecus sediba dürfte bei der Geburt nicht größer gewesen sein als der eines Schimpansen. Das Skelett lässt jedoch ein breites und kurzes Becken erkennen, wie es typisch für heutige Menschen ist.

Die Geburt kann also  für die Vergrößerung des Beckens nicht der treibende Faktor gewesen sein.

Schon im Jahre 2008 wurden die zwei fast vollständige Skelette des Australopithecus sediba in Südafrika von Lee Berger gefunden. Es handelt sich um ein Skelett einer erwachsenen Frau und eines Jungen (ca. 1,9 Millionen Jahre alt).

Doch erst jetzt im Jahre 2011 veröffentlichen die Forscher ihre Ergebnisse in fünf Artikeln des Wissenschaftsmagazins „Science“.

Hier noch ein weiterer Link zu einem Video über diesen Fund.
Hast du Probleme den Überblick über die einzelnen Menschenartigen (Hominine) zu behalten? Hier findest du eine kurze und knappe Auflistung (auf der Seite ein bisschen runterscrollen!).

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